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Verbraucherrecht: „Ohne Internet“ bringt teilweise Kostenerstattung

Netzwerkkabel Internet

Kunden, die längere Zeit ohne Internet auskommen müssen, steht dafür Schadenersatz zu. Zumindest anteilig: Funktioniert das Internet wegen eines Anbieterwechsels für längere Zeit nicht, so können anteilig die Kosten verlangt werden, die bei geglückter Schaltung marktüblich und durchschnittlich für den Internetanschluss angefallen wären. Weitere Ansprüche – wie zum Beispiel die Kosten für einen zusätzlichen, ersatzweise abgeschlossenen Vertrag – dürfen nicht abgerechnet werden.

In dem konkreten Fall hatte ein Kunde die Absicht, den Internetanbieter zu wechseln. Seinem bisherigen Provider gelang es nicht, die technischen und vertraglichen Voraussetzungen für einen reibungslosen Wechsel zu schaffen – der Mann war zwölf Tage offline und klagte. Er verlangte von seinem ehemaligen Anbieter die Erstattung der Kosten für einen Internetvertrag mit längerer Laufzeit, den er in den zwölf Tagen ersatzweise abgeschlossen hatte.

Das Gericht sprach ihm aber nur 21 Euro Schadenersatz zu – so viel, wie ihn sein ursprünglicher Anschluss mit einem monatlichen Tarifpreis von 52,49 Euro in den entgangenen zwölf Tagen gekostet hätte.

AmG Düsseldorf, 20 C 8948/13


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