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Verbraucherdiskriminierung: EU-Kommission ermahnt Autovermieter

5.10.2014
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Die Europäische Kommission hat sechs internationale Autovermietungsfirmen aufgefordert, ihre diskriminierende Praxis bei der Online- Buchung von Mietwagen zu beenden. Sie wirft den Autovermietern vor, den Verbrauchern je nach ihrer Herkunft unterschiedlich hohe Preise anzubieten.

So soll in Fall eines Verbrauchers der Preis für einen Mietwagen in Großbritannien um 100 Prozent gestiegen sein, nachdem ein Kunde aus Deutschland bei der Online-Buchung sein Wohnsitzland angegeben hatte. Verbrauchern werde damit die Möglichkeit verwehrt, den günstigsten Internetpreis zu erhalten und somit die Chancen des Binnenmarktes zu nutzen, beanstandet die Kommission.

Sie hat die betroffenen Autovermieter deswegen in einem Schreiben aufgefordert, das Diskriminierungsverbot zu beachten. Drei der sechs angeschriebenen Firmen, nämlich Sixt, Enterprise und GOLDCAR, haben laut Kommission auf das Schreiben zufriedenstellend geantwortet. Unbefriedigend seien dagegen die Antworten von Europcar, Hertz und Avis gewesen. Deswegen habe sich die Kommission entschlossen, das Schreiben im Interesse der Verbraucher zu veröffentlichen. Außerdem habe die Kommission weitere Informationen angefordert.

Europäische Kommission, PM vom 11.08.2014


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