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Unerlaubte Telefonwerbung noch immer Thema

Trotz einer Gesetzesänderung im Jahr 2013 stellt unerlaubte Telefonwerbung immer noch ein großes Ärgernis dar. Das Geschäft mit aggressiven Verkaufsmaschen, die die Angerufenen ganz unvermittelt am Telefon treffen, blühe nach wie vor, meldet der Verbraucherzentrale Bundesverband. Er beruft sich auf das Zwischenergebnis einer bundesweiten Online-Umfrage der Verbraucherzentralen.

An der noch laufenden Umfrage hätten in der Zeit vom 01.07.2014 bis 30.09.2014 bundesweit rund 2.800 Verbraucher teilgenommen. Dabei hätten rund 84 Prozent der Befragten angegeben, Werbeanrufen niemals oder nicht bewusst zugestimmt zu haben. Dennoch würden sie zu einem Großteil telefonisch belästigt.

Hintergrund: Am 09.10.2013 trat das Anti-Abzocke-Gesetz in Kraft. Es sieht einen erhöhten Bußgeldrahmen zur Ahndung unerlaubter Anrufe vor. Außerdem wird darin geregelt, dass telefonisch angebahnte Verträge für die Vermittlung von Gewinnspielen nur noch mit einer Bestätigung in Textform wirksam werden. Damit wird für Gewinnspieldienste das Unterschieben von Verträgen am Telefon erschwert.

Dementsprechend zeige die Umfrage, dass die Belästigung bei den Telefonanrufen nun nicht mehr weit überwiegend von Gewinnspielen ausgehe, erläutert Cornelia Tausch, Vorstand der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Stattdessen habe der Vertrieb anderer Produkte, beispielsweise von Telefon- oder Internetdiensteanbietern, Energieversorgern, Banken und Versicherungen oder Zeitschriftenverlagen zugenommen. In knapp 30 Prozent der Fälle hätten die Anrufe finanzielle Folgen, beispielsweise durch Abbuchungen vom Konto der Angerufenen. Eine andere Folge sei der Abgleich oder die Abfrage von persönlichen Daten.

Verbraucherzentrale Bundesverband, PM vom 15.10.2014


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