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Bestellungen im Internet: Verbraucher sollten sich über Rücksendekosten bei Widerruf informieren

Bayerns Justizminister Winfried Bausback (CSU) weist anlässlich der großen Zahl von Online-Bestellungen darauf hin, dass im Fall einer Rücksendung der bestellten Ware nun regelmäßig die Verbraucher die Kosten der Rücksendung tragen. Wer nicht von vornherein ausschließe, die bestellten Waren oder einen Teil davon innerhalb der 14-tägigen Widerrufsfrist wieder zurückzusenden, sollte vor der Bestellung daher überprüfen, ob der Verkäufer in diesem Fall die Kosten einer Rücksendung übernimmt.

Bausback erklärt, dass sich die Rechtslage für Online-Kunden insoweit verschlechtert habe. „Vor dem 13.06.2014 durften Verbrauchern bei einem Widerruf des Kaufvertrags die Kosten der Rücksendung von Waren nur auferlegt werden, wenn der Kaufpreis nicht über 40 Euro lag oder der Käufer im Zeitpunkt des Widerrufs den Kaufpreis noch nicht bezahlt hatte“, so der Minister. Das sei jetzt anders. Jetzt trage nach dem Gesetz im Regelfall der Käufer die Kosten der Rücksendung, sofern ihn der Verkäufer vor der Bestellung darauf hingewiesen habe.

Natürlich stehe es Online-Anbietern weiterhin frei, die Kosten der Rücksendung zu übernehmen. Dies täten viele Versandhändler auch. Allerdings seien sie hierzu nicht mehr gesetzlich verpflichtet. Deshalb rät Bausback allen Verbrauchern, sich vor der Bestellung auf der jeweiligen Website zu informieren, wer im Fall eines Widerrufs tatsächlich die Rücksendekosten trägt.

Bayerisches Staatsministerium der Justiz, PM vom 16.12.2014


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